Wer sich als Neuling an der Börse tummeln möchte, sollte folgende “Goldenen Börsenregeln” nach Möglichkeit beherzigen:

  1. Lassen Sie Ihre Gewinne laufen und begrenzen Sie die Verluste. Direkt am Anfang die wichtigste Regel von allen. Leider halten sich erfahrungsgemäß die wenigsten Anleger daran. Die meisten neigen sogar dazu, Ihre Gewinne frühzeitig zu realisieren und die Verluste bis in alle Ewigkeit laufen zu lassen.Verluste gehören zur Börse wie das Atmen zum Leben. Nicht jedes Engagement in Aktien kann von Erfolg gekrönt sein. Dies wird in Phasen des rasanten Kursanstiegs leider nur allzu oft vergessen. Sorgen Sie dafür, daß Sie die immer wieder auftretenden Verluste mit Ihren Gewinnen ausgleichen und am Ende noch ein Plus auf Ihrem Konto haben. Zur Begrenzung Ihrer Verluste arbeiten Sie am besten mit sogenannten Stopp-Kursen. Diese können aufgrund von charttechnischen Überlegungen gesetzt werden und/oder Ihre persönliche Risikoeinstellung berücksichtigen. Sie müssen sich stets vor Augen halten: Um einen Kursverlust von 50% wieder auszugleichen, muß das Papier daraufhin um 100% steigen, nur um den Einstandskurs wieder zu erreichen!
  2. Setzen Sie nie alles auf eine Karte. Wie in der ersten Regel bereits angesprochen, ist nicht jedes Engagement von Erfolg gekrönt. Verluste gehören an der Börse zum Alltag. Wichtig ist nur, daß Sie auch nach einem verlustreichen Trade noch genügend Geld haben, ein neues Engagement einzugehen. Wer alles auf eine Karte setzt, könnte sich hier sehr schnell das Genick brechen. Diversifikation ist alles! Eine schlecht laufende Position wird so von einer gut laufenden schnell wieder ausgeglichen.
  3. Investieren Sie nur Geld, welches Sie kurzfristig nicht brauchen. Oder auch: Kommen Sie nie in die Verlegenheit, Aktien verkaufen zu müssen, weil Sie sonst Ihre Miete oder das Essen nicht mehr bezahlen können. Denn dann wären Sie gezwungen, so ziemlich zu jedem Preis zu verkaufen, der Ihnen gerade auf dem Parkett angeboten wird.
  4. Schauen Sie sich das Unternehmen vor einem Engagement ganz genau an. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Vor einem Autokauf achten Sie ja auch darauf, daß der Wagen einige Mindestanforderungen erfüllt. Immerhin stellen Sie Ihr jahrelang hart erarbeitetes Geld einem Unternehmen zur Verfügung. Auch dieses sollte also gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Rufen Sie deshalb ruhig einmal bei einem Unternehmen an und lassen Sie sich einen Geschäftsbericht zusenden. Kommt es hier schon zu Schwierigkeiten, sollte Ihnen das zu denken geben.
  5. Halten Sie Ihr Depot übersichtlich. Ein vernünftig strukturiertes Depot einer Privatperson sollte 5 bis 10 Aktienpositionen nicht überschreiten. Investieren Sie also 10 bis 20 Prozent Ihres für Aktienkäufe eingeplanten Vermögens in eine Position. So behalten Sie jederzeit den Überblick, können die Kurse mitverfolgen und Unternehmensnachrichten studieren. Ein in viele kleine Positionen zersplittertes Depot hat zudem den Nachteil, daß sich der Kursanstieg einer Aktienposition kaum auf die gesamte Depot-Performance auswirkt.
  6. Investieren Sie schrittweise. Keiner weiß, wann genau der Hoch- oder Tiefpunkt einer Kursbewegung erreicht ist. Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit, dieser Tatsache Rechnung zu tragen, nämlich, indem Sie nach und nach in den Markt gehen. So sind Sie gewappnet, wenn es nach unten geht, denn Sie können zu niedrigeren Kursen nachkaufen und Ihren Einstand verbilligen. Und wenn es weiter nach oben geht, gehören Sie ebenfalls zu den Gewinnern, denn Sie sind ja bereits dabei.
  7. Haben Sie Geduld. Das eigentliche Potenzial einer Aktie entfaltet sich erst im Laufe der Zeit. Nur selten werden Sie mal so eben 100 Prozent und mehr in wenigen Tagen einfahren. Wenn Sie sich z.B. Anfang 1998 für nur 1000 Euro die Aktien von Yahoo gekauft  hätten, hätten Sie nach ca. zwei Jahren über 241.000 Euro daraus gemacht. Und das steuerfrei! Also denken Sie daran: Über Nacht werden die wenigsten an der Börse reich.
  8. Überdenken Sie von Zeit zu Zeit Ihre Positionen. Eine fast philosophische Einstellung: Treten Sie stets einen Schritt zurück und überdenken Sie Ihre Aktienpositionen. Nichts ist an der Börse schädlicher, als das sture Beharren auf einer alten Meinung. Schauen Sie sich immer wieder die Unternehmenszahlen an; vielleicht haben Sie ja zuvor eine wichtige Kennzahl oder einen Zusammenhang übersehen.
  9. Spekulieren Sie nicht auf Kredit. Da an der Börse der Erfolg bei weitem nicht vorprogrammiert ist, wäre es geradezu leichtsinnig, mit geliehenem Geld zu spekulieren. Beschränken Sie sich lieber auf einen kleinen Betrag, auf den Sie schlimmstenfalls auch verzichten können, als hinterher auf einem Berg von Schulden sitzen zu bleiben.
  10. Setzen Sie sich stets ein Limit. Beim Kauf einer Aktie sollten Sie sich vorher überlegen, wie viel Sie bestenfalls bereit sind zu bezahlen. Schließlich gehen Sie ja auch nicht in ein Supermarkt und zahlen für einen Liter Milch jeden Betrag, der gerade vom Kassierer verlangt wird. Bei Ihrer Bank können Sie ein sogenanntes Kauflimit aufgeben. Dieses wird nur ausgelöst, wenn der Kurs der Aktie das Limit erreicht oder unterschreitet.

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Was halten Sie von einer Geldanlage in Aktien?
Gar nichts - viel zu risikoreich!
Einen Teil des Anlagevolumens sollte man an der Börse investieren.
Sehr zu befürworten - wo sonst winkt langfristig eine derartige Rendite?
Habe mir noch keine Meinung gebildet
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